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Karfreitag: Ein Leben in der Krise – existentiell bedroht.

Karfreitag: Ein Leben in der Krise – existentiell bedroht.

Gedanken von Diakonin Regina Reymann


(Markus 15, 1-41 / Matthäus 27, 1-56)

Ein Leben in der Krise – existentiell bedroht.
Gefährdet – schutzlos – hilflos – ohnmächtig – ausgeliefert.
Ohne Schuld - und doch verurteilt.
Gedemütigt – geschwächt.
Verspottet – verlacht – geschlagen.

Ein Mensch trägt sein Kreuz.
Schwer liegt es auf seinen Schultern.
Er bricht zusammen unter der Last.
Am Boden - kraftlos - zerstört
Sie treiben ihn hinaus vor die Tore der Stadt.
Er wird hingerichtet - gekreuzigt wie ein Verbrecher.
Während die einen ihr brutales Handwerk verrichten,
stehen andere daneben und müssen das Schreckliche mit ansehen.
Der Himmel verfinstert sich.
Jesus stirbt am Kreuz.
Ein Leben – aus, vorbei – vom Tod besiegelt.

Wir stehen vor dem Kreuz des Einen
und bedenken die Kreuze der vielen,
die in sinnlosen Kriegen und Aktionen getötet werden
oder schutzlos den Gewalten und Mächten ausgeliefert sind.

Wir stehen vor dem Kreuz des Einen
und bedenken die Kreuze der vielen,
die von gewissenlosen Menschen gequält
oder für ihren Kampf um Gerechtigkeit gefoltert werden.

Wir stehen vor dem Kreuz des Einen
und bedenken die vielen Kreuze in unserer kleinen und großen Welt.

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O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn,
o Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornenkron,
o Haupt, sonst schön gezieret mit höchster Ehr und Zier,
jetzt aber hoch schimpfieret: gegrüßet seist du mir!


O Haupt voll Blut und Wunden, EG 85
Orgel St. Johannes, Högen, Birgit Eitner

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